Gemeinsamer Raum als USP

Was macht das Studentenleben aus? Es sind die gemeinsamen Erlebnisse mit Kommilitonen und Mitbewohnern, die Studenten aus aller Welt zusammenbringen und zu Freunden werden lassen. Daher lag der Kern einer Markenentwicklung für ein neues Studentenwohnheim in Berlin auf den Räumen, die eben diese Begegnungen möglich und abwechslungsreich machen.

Um sich von den Mitbewerbern im Markt des studentischen Wohnens abzusetzen, setzt der Bauherr auf die Ausstattung mit im Vergleich großzügigen Gemeinschaftsbereichen, die ansonsten nicht oder nur sehr rudimentär am Markt zu fi nden sind.

Die Schwierigkeit der Aufgabe lag in der Übernahme des Objektes mitten in der Bauphase, was Eingriff e in die Struktur und die Materialien für Wand, Decke, Boden im Grunde ausschloss. Durch eine stringente Verwendung der Materialien und einem einheitlichen Gestaltungskonzept für die Möbel und Einbauten, sowie der Beleuchtung, ziehen sich die durch den notwendigen Flur getrennten Bereiche trotzdem zu einer Einheit zusammen.

Den Studenten stehen nun zwei große Aufenthaltsbereiche zur Verfügung. Im „Living“, der Terrasse zugeordnet, teilt ein feststehendes, individuelles Einbaumöbel den Bereich in drei Hauptzonen und schafft so verschiedene Rückzugsmöglichkeiten. Im Eingangsbereich des Raumes bildet das Möbel eine kleine Food- und Beverage-Corner aus. Hier gibt es im Sinne der Nachhaltigkeit kostenloses Wasser aus einem multifunktionalen Wasserspender zur Selbstabfüllung, eine Kaff eestation und Snackautomaten. Dieser Bereich geht über eine Kaff ee-Theke in einen Fernseh- und Aufenthaltsbereich über, der durch den hölzernen Einbau aus Seekiefer optisch und akustisch vom Rest des Raumes getrennt ist. Die Rückwand der Insel orientiert sich zur Essecke und den Loungemöbeln und kann vom Betreiber als Memo-Board oder Hintergrund für Fotoaufnahmen (social media) genutzt werden.

Gegenüber befindet sich ein in der Größe ähnlicher Bereich, der jedoch durch eine verschiebbare Glaswand den Raum in eine individuell mietbare Gemeinschaftsküche und den Study-Bereich teilt. Im Study ist die Möblierung bewusst fl exibler gehalten, um die beiden Räume unterschiedlich bespielen zu können. Der Festeinbau befi ndet sich hier an die Seite gerückt und bildet drei Nischen aus, die für jwls. bis zu zwei Studenten einen beruhigten Rückzugsraum bieten, ohne in der Abgeschiedenheit des Zimmers bleiben zu müssen. Ergänzt wird das Angebot durch einen gemeinsamen Fitnessbereich sowie eine Waschlounge, die das Motiv aus dem Living wieder aufnimmt und verschiedene Zonen bietet.

Hier bildet das Möbel eine zweite Fernseh- und Gaming-Zone aus, bietet auf der Rückseite die Möglichkeit in direkter Nachbarschaft zu den Waschautomaten Wäschesäcke aufzuhängen und Wäsche zu falten. Als dritte Zone wird es einen Kicker geben, der durch eine kleine Bar an der Sitzinsel ergänzt wird und zu ausgedehnten Runden einlädt. Es ergibt sich somit eine Doppelnutzung, die den Living-Bereich hinsichtlich Lautstärke und Frequentierung entlastet und in den unterschiedlichen Bereichen die Kontakte zwischen den größtenteils internationalen Studenten fördert.

Neben den Möbeln wurden auch die dekorativen Beleuchtungselemente speziell für das Studentenwohnheim entwickelt. Die Farbwahl wurde bewusst in natürlichen Beige-Tönen in Kombination mit Schwarz und Weiß gehalten und folgt so dem CD der Marke. Die schlichte Farbwahl setzt sich ebenfalls deutlich von den Mitbewerbern in diesem Markt ab.